Am 03.02. 07 hatte die CDU-Vellmar zu ihrer inzwischen traditionellen Neujahrsbegrüßung in das Clubhaus des OSC eingeladen. Die CDU-Vorsitzende Dr. Güzel-Freudenstein begrüßte Vertreter aus zahlreichen Vereinen und Verbänden, ebenso herzlich, wie die Repräsentanten von SPD, Bündnis 90 – Die Grünen und der FDP, sowie Magistratsmitglieder aus allen Parteien, als offizielle Vertreter der Stadt Vellmar, sowie Freunde aus den Nachbargemeinden.
Als Gastredner des Abends berichtete der Vorsitzende des Bundtagsausschusses für Arbeit und Soziales Gerald Weiß, MdB brandaktuell aus dem Bundestag.

Im Gespräch v.l.n.r: M.Schumann, Dr. B. Müller; Dr. G. Freundenstein, G.Weiß, MdB
Rente mit 67 ist ein ‚muss’ bei der demographischen Entwicklung. Die getroffenen Entscheidungen seien unpopulär, aber unvermeidlich. Die Umsetzung sei bis 2029 für jeden kalkulierbar. Zwingend flankiert werden muss diese Entscheidung durch die Schaffung von geeigneten Arbeitsplätzen insbesondere für ältere und damit in der Regel berufserfahrenen Menschen. Durch das Wirken der Reformpolitik der großen Koalition unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel findet unser Land wieder Anschluss an die z.T. boomende Weltwirtschaft. Es zeichnet sich in einigen Bereichen schon jetzt ein Arbeitskräftemangel ab, der sich in den Folgejahren verstärken wird. Vorwürfe die Rente mit 67 sei ein reines Rentenkürzungsprogramm wies er mit Nachdruck zurück.
Zur am Vortag durch den Bundestag beschlossenen Gesundheitsreform merke Gerald Weiß an: „Sie ist besser als ihr Ruf“. Strukturell benachteiligte Kassen würden durch den Fonds gleich gestellt und ein echter Wettbewerb könne beginnen. Mitglieder in schlecht wirtschaftenden Kassen könnten bei Beitragserhöhungen jederzeit wechseln, leider sei das Thema sehr Komplex und nur schwer vermittelbar. Er bot an für eine vertiefende Podiumsdiskussion erneut zeitnah nach Vellmar zu kommen.
Für Gespräche stand er im Laufe des Abends gern zur Verfügung, wovon die Gäste regen gebrauch machten.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Müller ging auf Politikverdrossenheit und Vermittlungsprobleme der Bundespolitik ein, die dann auch Kommunalpolitiker mit niedrigen Wahlbeteiligungen zu spüren bekämen. Umso erfreulicher sei es wenn sich ein Bundespolitiker, der in Berlin als Ausschussvorsitzender maßgeblich Einfluss auf die Politik hat, Zeit nimmt, direkt nach einer Arbeitsintensiven Woche nach Vellmar zu kommen und dankte für die Ausführungen. Die wichtigste kommunalpolitische Entscheidung im Jahr 2007 sei nicht der Haushalt für 2007 der am Montag auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung steht, sondern die dieses Jahr anstehende Entscheidung über den Bau einer Straßenbahn nach Vellmar.
Anschließend fand das, von der Frauenunion vorbereitete Buffet reichlich Zuspruch. Dank ging auch an die Junge Union, die für Getränke sorgte und die CDA – Vellmar, die zusammen mit der CDU-Mittelstandsvereinigung die Veranstaltung tatkräftig beim Auf- und Abbau unterstützte.