Die Vellmarer CDU-Fraktion hat zur Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember 2020 einen Antrag gestellt, mit dem der Magistrat der Stadt beauftragt wird, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, den baulichen Zustand des Bürgerhauses Obervellmar zu sichern und zu erhalten, um dadurch einem weiteren Verfall der Bausubstanz entgegen zu wirken und damit einen weiteren Werteverlust des Gebäudes zu verhindern.
Mittlerweile ist das Bürgerhaus in Obervellmar seit 9 Jahren geschlossen. In dieser Zeit wurde aus Sicht der CDU nichts oder zumindest nicht ausreichend viel dafür getan, die Bausubstanz zu erhalten. „Es ist schon erstaunlich, wie hier mit städtischem Vermögen und damit dem Eigentum der Bürgerinnen und Bürger umgegangen wurde und wird“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Stöter. Nicht nur, dass im Umfeld des Bürgerhauses die Grünanlagen größtenteils verwahrlost sind, sondern auch die Innenräume wurden offenbar seit der Schließung nicht ordnungsgemäß behandelt. Darauf lassen sowohl Einblicke von außen durch die Fenster als auch die Äußerungen des Bürgermeisters in der entsprechenden Ausschusssitzung schließen. Besonders bedenklich seien auch die Hinweise auf einen oder mehrere erfolgte Einbrüche in das Gebäude. Auch die Außenfassaden und das Dach wurden in den Jahren der Schließung der Verwahrlosung anheim gegeben, so dass es offenbar auch Wasserschäden im Gebäude gegeben habe. „Es ist völlig unverständlich, wie eine derart herausragende Einrichtung der Stadt so herunterkommen kann“, so Stöter weiter. Völlig unabhängig von der Entscheidung über die weitere Zukunft des Gebäudes, könne man so nicht mit einer eigenen Immobilie umgehen. Es sei offensichtlich, dass jede Form der Sanierung immer teurer würde je schlechter die Gebäudesubstanz ist.
„Sehr interessant ist auch, dass die SPD-Fraktion für die kommende Stadtverordnetenversammlung nun eine Forderung aus dem CDU-Wahlprogramm aufgenommen hat und den Magistrat beauftragen will, ein Zukunftskonzept für die Vellmarer Bürgerhäuser und Hallen zu erarbeiten“, kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Auch wenn dies schon längst hätte erledigt sein müssen, sei es doch erfreulich, dass hier die CDU-Vorschläge übernommen würden, wenn eben auch direkt nach der Wahl. Außerdem habe die Stadt direkt nach dem Eingang des CDU-Antrags nun auch mit baulichen Sicherungsmaßnahmen begonnen. „Ich halte das für ein Eingeständnis seitens der Verwaltung, auch wenn es wahrscheinlich nur dazu dient, den CDU-Antrag als unnötig darstellen zu können“, sagte Stöter abschließend.

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