Die Vellmarer CDU-Fraktion hat zur Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember 2020 einen Antrag gestellt, mit dem der Magistrat der Stadt aufgefordert wird, zeitnah ein „Jugendforum“ durchzuführen, zu dem die 16-25-Jährigen, die in Vellmar leben, eingeladen werden. Der Hintergrund besteht in den zahlreichen Vorfällen, die es im Sommer und Spätsommer dieses Jahres vor allem im Vellmarer Ahnepark gab und die zur Vermüllung des Parks, zu Sachschäden und Polizeieinsätzen geführt haben.
„Wir als CDU-Fraktion wollen mit den Betroffenen sprechen und nicht über sie. Wir wollen gemeinsam eine Lösung finden, damit einerseits sich solche Vorfälle im Ahnepark nicht wiederholen aber andererseits die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch eine Perspektive bekommen, wo und wie sie sich in unserer Stadt künftig treffen können.“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Stöter. Einfach nur zusätzliche Mülleimer aufstellen zu wollen oder über eine mögliche Videoüberwachung des Ahneparks zu spekulieren, wie es Bürgermeister Ludewig bisher getan hat, seien keine ausreichenden Lösungen für das Problem und gingen auch völlig an den Wünschen und Bedürfnissen der jungen Menschen vorbei.
Im Zusammenhang mit dem CDU-Antrag zur Schaffung eines Jugendparlaments, den die SPD vor zwei Jahren abgelehnt hatte, war seitens des Bürgermeisters immer darauf verwiesen worden, dass man kein Jugendparlament in Vellmar benötige und dass man seitens der Verwaltung im Rahmen von sog. „Jugendforen“ mit den betroffenen ins Gespräch kommen könnte. Dies hatte Ludewig auch im letzten Bürgermeisterwahlkampf wiederholt. Seitdem habe keine solche Veranstaltung stattgefunden, betonte Stöter. „Wann, wenn nicht nach den Ereignissen der letzten Monate, ist ein solcher Gesprächskreis erforderlich?“, fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende, auch wenn er betonte, dass man unabhängig davon an der Idee eines Jugendparlaments für Vellmar festhalte. Es sei schlimm genug, dass man wieder einmal als CDU einen entsprechenden Antrag stellen müsse, bevor die Verwaltung ihren eigenen Versprechen nachkäme, so Stöter. Leider haben sowohl der Bürgermeister als auch die SPD-Fraktion im zuständigen Ausschuss erklärt, den Antrag nicht zu unterstützen und auf bisherige Beschlüsse verwiesen. Die CDU-Fraktion hofft nun, dass vor allem im Sinne unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen möglichst bald Gespräch mit der Stadtverwaltung stattfinden werden.

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