Die Verschiebung der Vellmarer Bürgermeisterwahl vom 7. Juni auf den 1. November 2020 ist ein richtiges Zeichen. So kommentierte der Vorsitzende der Vellmarer CDU-Fraktion und Bürgermeisterkandidat seiner Partei Michael Stöter den aktuellen Beschluss der entsprechenden Gremien. Dieser war nötig geworden, nachdem der Hessische Landtag Ende März die kommunalen Direktwahlen in Hessen grundsätzlich bis zum 1. November des Jahres ausgesetzt hatte.
„In der jetzigen Krise gibt es weitaus Wichtigeres als Bürgermeisterwahlen. Die Menschen haben zu Recht andere Sorgen und die Politik darf sich dann selbst auch nicht so wichtig nehmen.“, sagte Stöter. Zu einer Bürgermeisterwahl gehören eine faire, demokratische Auseinandersetzung, der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie die Durchführung von Veranstaltungen. Da dies alles derzeit nicht möglich sei, könne man auch keinen Wahlkampf machen. Es ist richtig, dass die Menschen aktuell zu aller erst die Sorgen um ihre Gesundheit, das Wohlergehen von Familie und Freunden, der Erhalt des Arbeitsplatzes und eine möglichst zügige Rückkehr zu normalen Verhältnissen umtreibe. In eine solche Zeit passen keine politischen Auseinandersetzungen, wie sie vor einer demokratischen Wahl essentiell wären.
Die Entscheidung für den erstmöglichen Termin am 1. November sei ebenfalls zu begrüßen, sagte Stöter. Mit diesem Termin bleibe man innerhalb der Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters und signalisiere gleichzeitig, dass die Direktwahl einen hohen demokratischen Stellenwert habe, in dem man auf die mögliche Zusammenlegung mit der Kommunalwahl im März 2021 verzichtet habe. Für ihn sei damit auch selbstverständlich, so Stöter abschließend, dass man daher auf jegliche Form des Wahlkampfs bis nach den Sommerferien verzichte.

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